Projekt Untertorbrücke

Die Untertorbrücke ist Berns älteste Aarebrücke und eine der ältesten Steinbrücken der Schweiz. Sie besteht hauptsächlich aus Tuff- und Sandstein aus der Region. 1980 bis 1982 wurde sie letztmals umfassend saniert und mit einer Stahlbetonplatte verstärkt. Von 2029 bis 2031 werden nun die Schäden an den historischen Geländerverankerungen, an den Gewölbeuntersichten und an der Abdichtung behoben.

Deshalb muss die Untertorbrücke saniert werden

Die Geländerverankerungen sind beschädigt

Das Geländer rostet und die Pfosten haben Risse, beides wird saniert, ebenso werden die Verankerungen ersetzt. Zusätzlich muss der geforderte Tragwiderstand nachgerüstet werden.

Die Abdichtung und die Brückenentwässerung haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht

Die Abdichtung ist an einigen Stellen undicht, und die Abläufe der Entwässerung sind teilweise verstopft. Eindringendes Wasser hat Naturstein und Fugen beschädigt. An den Gewölbeuntersichten gibt es kleinere Risse, das Gewölbe ist teilweise nass. Unter Wasser bestehen die Pfeiler teils aus Sandstein-, teils aus Kalksteinquadern. An den Sandsteinquadern zeigen sich Abplatzungen und Sandablagerungen, im Bereich der Wasserlinie sind Fugen teilweise offen.

Die Pflästerung weist Unebenheiten an den Fahrrinnen und defekte Fugen auf

Die Pflästerung wird erneuert, gleichzeitig wird der Strassenraum neu aufgeteilt und damit das Trottoir verbreitert.

Die Leitungen werden erneuert

Die Stadt Bern und Energie Wasser Bern nutzen die Brückensanierungsarbeiten, um im gleichen Zug die Abwasserleitungen zu sanieren und Strom-, Wasser- und Gasleitungen zu erneuern.

Die Umgebung wird aufgewertet

Entlang der Altenbergstrasse werden auf der chaussierten Fläche zwischen den Bäumen neue Sitzbänke aufgestellt. Das Trottoir, das heute direkt entlang der Ufermauer verläuft, wird vor die Bäume verlegt und verbreitert. Die Veloparkplätze vor dem Landhaus werden deshalb auf die andere Strassenseite zwischen die Bäume verlegt.

Bauablauf

  • Erweiterung des Trottoirs auf der Altenbergstrasse 
  • Bau des Stegs für den Fuss- und Veloverkehr 
  • Strassenbau- und Werkleitungsarbeiten, Abdichtung, Pflästerung, Beleuchtung, Geländer  
  • Inbetriebnahme der Gas- und Wasserleitung in der Brückenmitte 
  • Strassenbau- und Werkleitungsarbeiten, Pflästerung, Geländer  
  • Umgebungsarbeiten zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität  
  • Rückbau des Stegs 

Frühjahr 2029 – Frühjahr 2030

  • Austrocknen der Brücke 

2030

  • Sanierung der Natursteine mit einem Brückenuntersichtgerät 
  • Inbetriebnahme der Wasserleitung am Brückenrand 

Frühjahr 2031

Verkehrseinschränkungen

Während der Bauarbeiten ist die Untertorbrücke für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Nydeggbrücke. Der Fuss- und Veloverkehr quert die Aare auf einem rund drei Meter breiten Steg auf der Nordseite der Untertorbrücke. Velos müssen geschoben werden. 

In der achtmonatigen Austrocknungsphase ist sie wieder offen. 

Ab Frühjahr 2031, während der Natursteinsanierung, ist die Brücke für den Fuss- und Veloverkehr jeweils nur auf einer Seite geöffnet. Für den motorisierten Individualverkehr ist sie während dieser Zeit gesperrt. 

Der Klösterlistutz und die Altenbergstrasse bleiben während der Bauarbeiten befahrbar, jedoch muss punktuell mit Einschränkungen gerechnet werden.

Mehr Details zur Verkehrsführung

Gut zu wissen – Untertorbrücke

Ja. Während der Bauarbeiten ist die Untertorbrücke für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. In der achtmonatigen Austrocknungsphase ist sie wieder offen. Ab Frühjahr 2031, während der Natursteinsanierung, ist die Brücke für den Fuss- und Veloverkehr jeweils nur auf einer Seite geöffnet. Für den motorisierten Individualverkehr ist sie während dieser Zeit gesperrt. 

Ja. Zu Fuss und mit dem Velo können Sie die Untertorbrücke jederzeit überqueren: zuerst über einen Steg, auf dem Velos geschoben werden müssen, später wieder direkt über die Brücke.

Ja. Die Geschäfte und Restaurants im Bauperimeter bleiben während der gesamten Bauzeit geöffnet und sind zu Fuss erreichbar.

Ja. Die Untertorbrücke ist im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) verzeichnet. Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege.

Die Gesamtkosten betragen rund CHF 8,74 Mio. Den Hauptanteil von CHF 7,74 Mio. trägt die Stadt Bern, die restlichen CHF 1 Mio. übernehmen Energie Wasser Bern und die Telekommunikationsanbieter. Die Stimmberechtigten haben den Kredit am 18. Mai 2025 genehmigt.

Bauherrin Untertorbrücke

Logo Stadt Bern

Saniert den Brückenkörper (Geländer, Natursteine, Pflästerung), verbreitert das Trottoir und erneuert die städtische Siedlungsentwässerung sowie die Anschlüsse und Lichtsignalanagen.

Logo ewb
Nydeggbrücke & Untertorbrücke